S Ü D A F R I K A

27. April Freedom Day


Suedafrika Map

Picture: © South African Tourism - South Africa Map (South)

Suedafrika Map

Picture: © South African Tourism - South Africa Map (North)


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Dieter Wiedelmann

Der SÜDAFRIKA Spezialist

Herzlich Willkommen


Suedafrika Specialist Zertificat


Suedafrika und Namibia Selbstfahrertour


Regenbogennation Südafrika
Die Welt in einem Land



Südafrika liegt am südlichsten Zipfel des afrikanischen Kontinents. Gleich zwei Meere umspülen das Land: im Osten
der warme Indische Ozean und im Westen der (kalte) Atlantische Ozean. Südafrika grenzt im Nordwesten an Namibia,
im Norden an Botswana und Zimbabwe sowie im Nordosten an Mozambique und das unabhängige Königreich Swaziland.
Südafrika selbst umschliesst ein weiteres traditionelles, afrikanisches Gebiet, das Bergkönigreich von Lesotho.

Über 3.000 Kilometer schönste Küstenlinie säumt das Land am Kap. Die Ostküste wird vom warmen Mozambique
Strom umspült, der vom Äquator aus in südlicher Richtung fliesst, während die Westküste von den kühlen
Gewässern des antarktischen Benguela Stroms umspült wird.

Suedafrika besteht aus neun Provinzen:

Province     Fläche     Einwohner    Hauptstadt   Einwohner

Limpopo 123.910 km² 5,7 Millionen Polokwane 508.275

Mpumalanga 79.490 km² 3,1 Millionen Nelspruit 105.300

Gauteng 17.010 km² 8,0 Millionen Johannesburg 7.000.000

Kwa-Zulu-Natal 92.100 km² 9,1 Millionen Pietermaritzburg & Ulundi (gemeinsam) 365.000

Eastern Cape 169.580 km² 7,0 Millionen Bisho 138.000

Free State 129.480 km² 2,8 Millionen Bloemfontein 500.000

North West 116.320 km² 3,6 Millionen Mafikeng 6.900

Northern Cape 361.830 km² 0,9 Millionen Kimberley 166.000

Western Cape 129.370 km² 6,3 Millionen Kapstadt 2.400.000

Gesamt 1.219.090 km² 46,5 Millionen


46,5 Millionen Einwohner leben somit auf einer Fläche von 1.219.090 km²
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner pro km² - Höhenlage: 1370m über NN


Die grössten Städte sind:
Johannesburg in Gauteng = 7,0 Mill. Einwohner
Kapstadt in Western Cape = 2,4 Mill. Einwohner
Durban in Kwa-Zulu-Natal = 2,0 Mill. Einwohner
Pretoria in Gauteng = 1,9 Mill. Einwohner
Port Elizabeth in Eastern Cape = 0,8 Mill. Einwohner
Bloemfontein in Free State = 0,5 Mill. Einwohner
East London in Eastern Cape = 0,5 Mill. Einwohner

Die Hauptstadt von Südafrika ist Pretoria - gegründet 1855 - 1,9 Millionen Einwohner


Kango Caves

Picture: © South African Tourism - Kango Caves by Oudtshoorn

Pretoria, im nördlichen Teil der Provinz Gauteng gelegen, ist die offizielle Hauptstadt der Republik Südafrika.
Allerdings besitzen in Südafrika auch die Städte Kapstadt mit dem Sitz des Parlaments (dem halbjährigen Sitz
der Regierung von Januar bis Juni) und Bloemfontein mit dem Sitz des obersten Berufungsgerichts (Supreme
Court Of Appeal) eine Art Hauptstadtfunktion. In Pretoria befindet sich im zweiten halben Jahr des Jahres der
Sitz der Regierung. Da der Name Pretoria sehr stark an die düsteren Zeiten der Apartheidpolitik erinnert,
beschloss am 7. März 2005 der Stadtrat, die Stadt Pretoria in Tshwane umzubenennen. Pretoria heisst jetzt nur
noch der Stadtteil mit dem Regierungsviertel. Die umgebenden Regionen heissen bereits Tshwane. Allerdings
wird dieser Beschluss derzeit vor dem Pretoria High Court aufgrund von Protesten der Einwohner verhandelt.
Die Bevölkerung Tshwanes besteht fast nur aus Beamten, daher ist es in Tshwane sehr ruhig und nicht so
hektisch wie z.B. in Johannesburg. Die Stadt ist sehr übersichtlich angelegt und Besucher finden sich daher
sehr leicht zurecht. Neben Kapstadt und Durban ist Tshwane die schönste Stadt für Touristen in Südafrika.
Die Sommer sind heiss und feucht, wobei die Winter relativ mild und trocken sind. Die beste Jahreszeit
für einen Besuch von Pretoria ist das Frühjahr, das im Oktober beginnt. Zu dieser Jahreszeit blühen
die mehr als 70.000 lila farbenen Jacaranda Bäume, die ursprünglich aus Südamerika stammen.

Südafrika hat die Form eines riesigen Schutzschildes: Grösstenteils aus einem Inlandshöhenplateau bestehend,
fällt es an seinen Rändern steil ab. Grosse Gebiete dieser Erhebungen im Inland sind flach, mit Ausnahme der
mächtigen Berge KwaZulu-Natals, die Drakensberge - Afrikaans für Drachenberge - es ist das höchste Gebirge
Südafrikas. Sie erstrecken sich über rund 1000 km in Nord-Süd-Richtung vom nordöstlichen Mpumalanga bis in die
Provinz Eastern Cape. Diese massiven Gebirgszüge mit ihren Dreitausendern, im Winter mit Schnee bedeckt, bieten
tiefe Schluchten, Zinnen, Kämme, Höhlen, Überhänge und werden nicht umsonst in der Sprache der Zulu Quathlamba
genannt: Barriere der aufrecht stehenden Speere. Die alpin anmutende Abbruchkante (3.000 m) bildet die natürliche
Grenze zu Lesotho, wobei der Sani-Pass, der in das Königreich Lesotho führt, mit 2.874m Höhe die höchste
Passstrasse in Südafrika ist.

Die Drakensberge sind viel jünger als die Berge der westlichen Kapregion, unter denen der Tafelberg wohl die
bekannteste Erhebung darstellt. Die Begriffe Highveld und Lowveld beschreiben zwei einzigartige Regionen im
Landesinnern: das Highveld ist das zentrale Höhenplateau, das den grössten Teil des Inlands ausmacht.
Das Lowveld beinhaltet die tiefer liegenden Regionen weiter nördlich in Richtung Limpopo River
Valley, welches die internationale Grenze zu Zimbabwe bildet.

Blyde River Canyon

Picture: © South African Tourism - Blyde River Canyon

Südafrika gehörte schon immer zu den schönsten und vielseitigsten Reisezielen der Welt. Das südafrikanische
Fremdenverkehrsamt wirbt daher mit dem Slogan: Die Welt in einem Land und dies ist keine Übertreibung.

Im südlichsten Staat von Afrika leben viele gastfreundliche Menschen unterschiedlichster Hautfarben und
Religionen. Aber nicht nur die Bewohner, sondern auch die Natur bietet faszinierende Kontraste: Wüste
und Weinberge, Hochgebirge und Wälder und dazu noch ein hervorragender Komfort. Neben der
abwechslungsreichen Landschaft ist die faszinierende Artenvielfalt der Fauna und Flora
einer der vielen Punkte, die man besonders hervorheben muss.

Südafrika ist etwa dreieinhalb Mal so gross wie Deutschland, etwa 10 Mal grösser als Österreich und gar
über 29 Mal grösser als die Schweiz. Seine Landfläche stellt dennoch nur vier Prozent der Gesamtfläche
Afrikas dar.

Der Atlantische Ozean im Westen und der Indische Ozean im Südosten bilden eine natürliche Grenze und
zwischen Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas, und der Antarktis befinden sich nur Wasser.
Im Nord-Osten liegen Swaziland, Mozambique und im Norden Botswana, Namibia sowie Zimbabwe.

Vom Aktiv-Urlauber bis zum Naturliebhaber wird jedem Besucher von Südafrika etwas geboten.
Besondere touristische Highlights sind die vielen National Parks, darunter der Krueger National Park
und der Hluhluwe Umfolozi Park, Durban, die Garden Route und natürlich Kapstadt.

Madikwe Game Reserve

Picture: © South African Tourism - Madikwe Game Reserve

Die Tierwelt im südlichen Afrika
Südafrika ist mit Recht stolz auf sein reiches Naturerbe, das in den zahlreichen Naturreservaten und National
Parks sorgfältig geschützt wird. Das Land ist Heimat für mehr als 300 Säugetierarten, mehr als 500 Vogelarten,
mehr als 100 Reptilienarten sowie für unzählige Insektenspezies. Nicht alle Tiere sind leicht zu beobachten.
Abgesehen davon, dass viele Arten nachtaktiv sind, spielen Jahreszeit, Ort, Witterung und natürlich auch der
Zufall eine Rolle. Wer Tiere beobachten und fotografieren will, braucht stets Geduld und Zeit, und darüber
hinaus lichtstarke Foto-Objektive mit langen Brennweiten.

Südafrika und seine Pflanzenwelt
Mit über 20.000 Pflanzenarten - rund 10% aller Pflanzen auf der Welt - verfügt Südafrika über eine extrem
artenreiche Flora. Rund 8000 Arten konzentrieren sich dabei auf die kleine westliche Kapregion. Von den sechs
Florenreichen auf der Erde stellt diese Fynbos Vegetationszone am Kap eines dar. Es handelt sich dabei
vorwiegend um immergrüne Hartlaubgewächse mit meist feinen, nadelartigen Blättern. Der Feinbusch ist besonders
reich an prachtvollen Blütenpflanzen, allen voran die herrlichen Proteas, von denen es allein 130 verschiedene
Arten gibt. Wegen ihrer so unterschiedlichen Formen, Farben und Eigenschaften wurden Sie von dem schwedischen
Botaniker Carl Linnaeus nach dem griechischen Gott Proteus benannt, der der Mythologie zufolge nach Belieben
sein Äusseres ändern konnte.

Wildreservate, Naturparks und Nationalparks in Südafrika
Zu den Hauptattraktionen Südafrikas gehören seine zahlreichen Nationalparks und Naturreservate. Hier kann man,
neben grandiosen Landschaften, die afrikanische Tierwelt in ihrer ganzen Vielfalt erleben. Ob man sich dabei
einer Safarigruppe mit Reiseführer anschliesst oder ganz individuell auf eigene Faust erkundet, stets sind
unvergessliche Erlebnisse garantiert. Die meisten Parks verfügen über schön angelegte Restcamps, in denen
Bungalows oder Hütten unterschiedlicher Qualitätsstandards gemietet werden können. Oft steht auch ein
Campingplatz zur Verfügung.


Luxury Lodge Veranda

Picture: © Pakamisa Private Game Reserve - Five Star Luxury Lodge - Veranda

Südafrika, eine Gesellschaft im Wandel
In Südafrika leben zahlreiche Volksgruppen mit unterschiedlicher Sprache, Kultur und Herkunft. Die grösseren
Gruppen heissen Xhosa (17%), Zulu (21%) und Sotho (15%). Daneben gibt es kleinere Minoritäten, namentlich
Tswana, Venda, Ndebele, Swasi, Pedi und weitere. In Natal leben rund eine Million Inder, deren Vorfahren einst nach
Südafrika kamen, um sich als Arbeiter auf den Zuckerrohrplantagen zu verdingen. Vorwiegend im Kap-Gebiet leben
zudem rund 3 Millionen gemischtrassige Menschen, die sogenannten Coloureds. Sie sind die Nachkommen aus
Verbindungen der ersten holländischen Siedler mit den Ureinwohnern am Kap (Khoikhoi) sowie mit Malaien, die im
18. Jahrhundert als Sklaven aus Ostindien nach Südafrika verbracht worden waren. Die Farbigen verfügen über ein
eigenständiges kulturelles Erbe.

Der Anteil der vergleichsweise wohlhabenden Weissen an den 45 Millionen Südafrikanern beträgt rund 8%, also
ca. 4 Millionen. Die meisten von ihnen sind Nachfahren holländischer, deutscher oder französischer Immigranten.
Die Muttersprache dieser "Afrikaaner" ist das dem Holländischen ähnliche Afrikaans. Daneben gibt es einen
englischsprachigen Bevölkerungsteil, der sich hauptsächlich auf das westliche und östliche Kap-Gebiet sowie
auf Natal konzentriert. Das Apartheid Regime war bemüht, die Unterschiede der ethnischen Gruppen, vor allem
zwischen weiss und nicht-weiss, zu betonen und das Gemeinsame zu ignorieren. Die Politik der Rassentrennung
diente dem Ziel, die politische und wirtschaftliche Herrschaft der weissen Minderheit sicherzustellen. Mit
den Folgen dieser Politik hat Südafrika heute zu kämpfen. Ein grosser Teil der rasch wachsenden schwarzen
Bevölkerungsmehrheit lebt in drückender Armut. Besonders in den Randbereichen der Städte findet man Elends-
quartiere aus Blech- und Pappbehausungen ohne ausreichende Sanitäranlagen, Strom und Wasser. Viele Bewohner
sind zudem Analphabeten. Das grosse Armutsproblem ist Hauptursache für die hohe Kriminalitätsrate im Land.

Das Land ist vom Ideal der multikulturellen Gesellschaft noch weit entfernt. Nach wie vor geht ein tiefer
Graben durch die Bevölkerung. Schwarze und Weisse leben weitgehend getrennt. Berührungspunkte gibt
es wenig. Südafrika steht - was die Überwindung des Rassismus anbelangt - wie kein anderes Land im
Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Die Zukunft des Staates wird stark davon abhängen, inwieweit
es gelingt, die Chancengleichheit deutlich zu verbessern und die bislang benachteiligten
Bevölkerungsgruppen angemessen am gesellschaftlichen Wohlstand zu beteiligen.

Coast Indian Ocean

Picture: © South African Tourism - Indian Ocean Coast

Reisegebiete und Reiseziele in Südafrika
Südafrika ist gross, und die Entfernungen sind beträchtlich. Von der Kapspitze bis zur nördlichen Grenze
Südafrikas am Limpopo Fluss sind es immerhin rund 2000 Kilometer. Wenn man nur begrenzte Zeit mitbringt,
sollte man sich auf ein bis zwei der sechs Reisegebiete beschränken. Jedes Gebiet hat seine besonderen
Reize, und Sie sollten sich für keine Region weniger als zwei Wochen Zeit nehmen.

Addo Elephant National Park
Der Park ist vor wenigen Jahren mit dem Zuurberg National Park und dem Marine Areal zusammen gewachsen
und erstreckt sich somit vom Meer bis zu den Zuurberg Mountains. Seine Groesse wird auf 270.000 ha anwachsen.
Der Addo Elephant NP wurde 1931 eingerichtet, nachdem nur noch 11 Tiere von ehemals zahleichen übrig geblieben
waren. Heute ist dieses fein abgestimmte Ökosystem Heimat vieler Tierarten, wie z. B. Elefanten, Löwen, Büffel,
Nashörner, Hyänen, Leoparden, zahlreiche Antilopen- und Zebra Arten sowie den flugunfähigen Mistkäfer.

Der Addo Elephant Nationalpark befindet sich im Süden der Provinz Eastern Cape, 70 km nordöstlich von Port
Elizabeth gelegen. Für Touristen der Garden Route ist er somit leicht erreichbar. Der Park ist den letzten
Jahren schon mächtig gewachsen. Viele dieser neu hinzu gekommenen Flächen brauchen aber erst einmal ein
paar Jahre Ruhe, damit die Natur wieder Oberhand über die meist ehemals landwirtschaftlich genutzten
Flächen bekommt.

Der Park soll dann nicht nur die grossen Fuenf, sondern die sogenannten Grossen 7 beheimaten: Nashorn,
Elefant, Büffel, Leopard, Löwe, Weisser Hai und Wal.


Zwei immense Vorteile hat der Addo Elephant NP gegenüber anderen grossen, bekannten Parks (z. B. dem
Krueger Park): Er ist komplett malariafrei und in der Nähe von Port Elizabeth strategisch günstig gelegen.

Northern Cape
Das Northern Cape ist Südafrikas grösste Provinz und noch geringfügig grösser als die BRD, wird am häufigsten
aus dem Autofenster auf dem Weg von Kapstadt nach Johannesburg gesehen. Die Provinz hat jedoch eine Menge
an landschaftlichen Schönheiten zu bieten. Sie ist Heimat der San, einem Jäger- und Sammler Volk, das für
seine Felsmalereien, seine herausragenden Überlebensstrategien in kargen Umgebungen und seine Lebensweise
im Einklang mit der Natur bekannt ist. Für Kunden, die entdeckungsfreudig sind, ist das Northern Cape das
perfekte Reiseziel. Die Karoo macht den Grossteil der Provinz aus; ihre niedrigen Sträucher und Sukkulenten
(lat. succus = Saft), sind den besonderen Klima- und Bodenverhältnissen angepasst. Die offene Weite, der
klare Himmel, die atemberaubenden Sonnenuntergänge, die brillanten Sternennächte und die unglaubliche
Stille werden unvergleichlich sein. Dies ist ein Ort, den man in Ruhe in sich aufnehmen will.

Augrabies Falls

Picture: © South African Tourism - Augrabies Falls

Augrabies Falls National Park
Die Augrabies Falls im Augrabies Falls National Park sind eindeutig die groesste Hauptattraktion des Parks.
Der mächtige Orange River, der ansonsten gemächlich durch die Landschaft fliesst und hier die natürliche Grenze
zwischen Suedafrika und Namibia bildet, stürzt sich in mehreren Kaskaden in eine tiefe Granitschlucht. Die
donnernden Wassermassen liessen die früher hier ansässigen Hottentotten vermuten, dass böse Geister am
Werke waren, und so gaben sie dem Wasserfall den Namen Ankoerebis = Ort des grossen Lärms. Die später
hier siedelnden Trekburen bildeten daraus das Wort Augrabies. Besonders im Spätsommer (April / Mai), wenn der
Fluss viel Wasser führt, machen die tosenden Wassermassen diesem Namen alle Ehre. Dann bilden sich an den
Seitenwänden weitere Wasserfälle, und die Luft ist erfüllt von dichtem Sprühnebel. Auf einer Breite von über
200 Metern fällt dann die erste Kaskade fast 60 Meter in die tiefe Granitschlucht. Insgesamt 191 Meter tief
stürzt der Oranje River bei den Augrabies Falls in die Tiefe. Die Schlucht bei den Augrabies Falls ist bis
zu 240 m tief und 18 km lang. Sie gilt als ein markantes Beispiel für Granit-Erosionen. Als sich vor etwa 500
Millionen Jahren die gesamte Landmasse der Region hob, begann der Oranje, hier langsam sein Flussbett in
den Untergrund zu graben. Es bietet sich ein gigantisches Schauspiel inmitten der sonst kargen Halbwüste.

Der nördliche Teil der Provinz beheimatet Teile des Kalahari Trockenlandes. Die Kalahari zählt zu den grössten
Wildschutzgebieten Afrikas und wurde bereits 1931 von Südafrika sowie 1938 von Botswana zum NP erklärt. Auf
der südafrikanischen Seite, eingezwängt zwischen Namibia und Botswana, befindet sich der etwa 9.600 km² grosse
Kalahari Gemsbok NP. Jenseits der Grenze - in Botswana - befinden sich weitere rund 28.400 km² - und da sich
zwischen den beiden Nationalparks keine Zäune befinden - können sich die zahlreichen Wildbestände frei bewegen.
Dies ist auch notwendig, da die regenarme Savanne, mit roten Sanddünen und ebenen Steppen, nur niedrige
Vegetation zulässt und nur durch die ständigen Wanderungen der Herden eine Überweidung vermieden wird.

Blyde River Canyon Sunset

Picture: © South African Tourism - Blyde River Canyon Sunset

Der Kalahari Gemsbok Park wurde 1999 mit dem angrenzenden Gemsbok National Park in Botswana zusammen-
gelegt und dieser Park bekam den Namen Kgalagadi Transfrontier Park. Der Name Kgalagadi ist ein Wort aus
der Ureinwohnersprache. Der neue länderübergreifende Nationalpark gehört nun zu den grössten Naturschutzgebieten
der Welt und ist fast so gross wie die Schweiz. Der Kgalagadi Transfrontier Park gehört mit rund 50.000 Besuchern
jährlich noch zu den touristischen Geheimtipps. Das entlegene Naturreservat kann man nur nach langer Anfahrt über
staubige Zufahrtsstrassen erreichen. Die Zufahrt zum Park erfolgt über das Restcamp Twee Rivieren im Süden des
Parks (Südafrika). Hier gibt es exzellente Unterkünfte mit Swimming Pool, Restaurant und sonstigen Annehmlichkeiten.
Im Park gibt es insgesamt drei Rest Camps, die sowohl über Chalets, kleine Hütten und auch Campingplätze verfügen.
Zwischen Juni und September, sowie in den Ferien sollten die Unterkünfte rechtzeitig reserviert werden. Für einen
Besuch des Kgalagadi Transfrontier Parks sind die kühleren Wintermonate von April bis September besser geeignet
als die sehr heissen Sommermonate, wenn die Temperaturen die 40° C überschreiten können. Am günstigsten
für Tierbeobachtungen ist es nach der Regenzeit, die normalerweise im März oder April zu Ende geht.


Man kann den Besuch des Kgalagadi Transfrontier Parks wunderbar kombinieren mit einem
Besuch Namibias. Dafür sollte man dann gut zwei Wochen einplanen. Dabei würde man u. a.
die Namib Wüste, Keetmanshoop, Luederitz, Ai-Ais Richtersveld Transfrontier National Park
am Fish River Canyon und Springbok Kennenlernen.


Ein Besuch Südafrikas sollte ob seiner Groesse nicht nur gut geplant sein, sondern auch
rechtzeitig. Dann sind der Flug und auch der Mietwagen zu akzeptablen Preisen zu bekommen.

Südafrika Kennenlernen mit einem Spezialisten

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