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Dieter Wiedelmann

Der NAMIBIA Experte

Herzlich Willkommen


Namibia und Suedafrika Selbstfahrertour


Namibia - spannend, fremdartig und dennoch vertraut


Nur eine Nacht schlafen - und man ist in einer anderen Welt. Zwischen Abendbrot und Frühstück und gerade
mal 10 Stunden Flug ist man da: In Namibia. Spannend, fremdartig und dennoch vertraut. In keinem anderen
afrikanischen Land kommen Besucher so leicht mit den Einwohnern ins Gespräch wie in Namibia, denn viele
Menschen sprechen und verstehen aufgrund der kolonialen Vergangenheit Deutsch.

Liebe Namibia Freunde. Gerne haetten wir Bilder von dem schoenen Land Namibia hier
in dieser Website gezeigt. Bedauerlicherweise haben wir dazu aber keine Genehmigung
vom Namibia Tourism Board erhalten.


Namibia, das Land im Südwesten Afrikas zwischen dem Oranje Fluss im Süden und dem Kunene Fluss im
Norden, ist ein karges, raues Land, wie aus einer anderen Welt. Ein Land der Kontraste und der klaren
Farben, der Einsamkeit, ferner Horizonte, arider Wüsten und zerklüfteter Gebirge, unvergesslich in
seiner öden, spröden Schönheit, unwirtlich in der Unerbittlichkeit seines Klimas und der Landschaft.
Auch wenn sich viele Landstriche als erstaunlich fruchtbar erweisen, wird die Dürre bei den seltenen
Niederschlägen zur Norm, und in zahlreichen Gebieten gedeihen nur die widerstandsfähigsten Pflanzen
und Tiere. Wer die Natur liebt, wer Ruhe sucht, wer grandiose Landschaften, Wüste und Weite mag,
den wird Namibia, das zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Erde zählt, nicht mehr loslassen.
Es ist ein Land, in das sich schon viele Menschen verliebt haben.

Nahezu zweieinhalb Mal so gross als Deutschland, beträgt die Nord-Süd-Ausdehnung rund 1500 km, die
Ost-West- Ausdehnung 600 Kilometer im Süden und rund 1100 Kilometer im Norden. Die Bevölkerungsdichte
ist mit 1,8 Mill. Menschen sehr gering. Es kommen nur 2,2 Menschen auf einen qkm. Hauptgrund dafür sind
die Wüsten- und Halbwüstenhaften Bedingungen und die extreme Knappheit an Oberflächenwasser. Mit
Ausnahme der Grenzflüsse Oranje, Kunene, Okavango und Zambesi, gibt es in Namibia nur Trockenflüsse.

Namibia zählt insgesamt vier Wüsten: Darunter die Namib Wüste, die vermutlich älteste Wüste der Welt.
Einige der bis zu 300 m hohen Dünen zählen zu den höchsten weltweit. Der Name des Staates leitet sich von
der Wüste Namib ab, die den gesamten Küstenraum des Landes einnimmt. Er wurde bei der Unabhängigkeit
als neutrale Bezeichnung gewählt, um jedem der vielen namibischen Völker gerecht zu werden.

Unterteilt man grob die geographischen Regionen Namibias, so lassen sich drei deutliche Gebiete unterscheiden.
Das Rückgrat des Landes bildet das sich von der Süd- zur Nordgrenze erstreckende Binnenhochland, an das sich
zu beiden Seiten eine Wüste anschliesst: Im Osten die Kalahari, im Westen die Namib. Die lange, schmale Namib
- die älteste Wüste der Welt - dehnt sich vom Oranje fast 2000 Kilometer nach Norden bis jenseits des Kunene
aus, während sie (100 - 200 km) durchschnittlich 160 Kilometer weit ins Landesinnere vordringt. Das Gelände
steigt hier steil 1000 Meter bis zum Rand des Hochlands an. Die Wüste hat viele Gesichter. Im Süden gibt sie
sich als Sandmeer mit zahlreichen, gewaltigen Wanderdünen, manche 30 Kilometer lang und bis zu 300 Meter
hoch. Zwischen ihnen befinden sich infolge der Versuche sporadisch fliessender Flüsse, zum Meer vorzustossen,
gelegentliche Salzpfannen oder Schlammzonen. Auch unterirdische Flüsse, die man an dem erfreulichen Grün
der Flussbette erkennt, durchkreuzen diese Einöde.

Weiter im Norden breitet sich das härtere Gelände einer Ebene mit granitenen Inselbergen aus, deren Felssohle
tiefe Schluchten durchfurchen: Das Hochland. Östlich des Küstengürtels der Namib dehnt sich das Hartveld des
Binnenhochlands aus, eines 900 bis fast 2 000 Meter hohen Tafellandes. Geophysische Vielfalt kennzeichnet
dieses Gebiet: von Bäumen und Sträuchern durchsetzte Grasfluren wechseln sich mit sandigen Tälern, sanften
Hügellandschaften, imposanten Massiven und zerklüfteten Gipfeln ab.

Besonders eindrucksvolle Gebirge gruppieren sich um Windhoek: Die Auasberge mit dem 2482 Meter hohen
Moltkeblick (nach dem Brandberg der zweithöchste Gipfel des Landes), das Khomas Hochland, Onjati, das
Erosgebirge u. a. bilden gemeinsam die höchste, nach allen Windrichtungen abfallende Wasserscheide im
Inland. Im Süden bestimmt das bemerkenswerteste Naturwunder des Binnenhochlands das Landschaftsbild:
Der 161 Kilometer lange Fischfluss Canyon.

Im Norden gibt sich das Binnenhochland völlig anders, da sich hier grösstenteils eine riesige Schwemmebene
ausbreitet. Diese wurde vom Okavango und anderen, aus Angola nach Süden fliessenden Flüssen gebildet, die
das Sumpfgebiet Nordbotswanas und das gewaltige, flache Becken der Etoschapfanne speisen. Jetzt steigt das
im Allgemeinen wasserreiche Hochland, das sich auch guter Weidebedingungen erfreut, auf 900 bis 1200 Meter
an. Dank der verhältnismässig hohen Niederschläge und der nahrhaften Pflanzendecke züchtet man hier
Karakulschafe, wobei sich der Norden des Gebiets besonders zu Ackerbau, Rinderzucht und Milchwirtschaft
eignet, und das Binnenhochland so das geographische und wirtschaftliche Herz des Landes bildet.

Die Kalahari, die zum gewaltigen Binnenhochland des südlichen Afrikas gehört, breitet sich nicht nur mehr als
1,2 Millionen Quadratkilometer über den grössten Teil Botswanas, sondern selbst bis nach Simbabwe, Sambia und
Angola aus. Über die Ostgrenze des Landes dringt sie aber auch im Norden ca. 400 Km und im Süden 80 km nach
Namibia vor. Zwar bezeichnet man die Kalahari wegen ihres porösen, sandigen Bodens, in dem oberirdisches Wasser
schnell versickert, im allgemeinen als Wüste, doch handelt es sich tatsächlich um das weltweit grösste Sandbecken.

Das Klima bezeichnet man als kontinental tropisch, auch wenn die Vorstellungen von schwüler Üppigkeit in diesem
Land enttäuscht werden. Die geringen Niederschläge kommen im gesamten Gebiet während der Sommermonate
(November bis Februar) vor, allerdings bildet der äusserste Südwesten die Ausnahme, da man hier im Winter
gelegentliche, unbedeutende Regenschauer, sowie noch selteneren Schneefall verzeichnet. Zwar fallen im Jahres-
mittel 250 Millimeter Niederschlag, doch liegt das Jahresmittel am Unterlauf des Oranje und in der Namib unter
100 Millimeter - oft sind die Niederschläge noch wesentlich geringer. Die Dünenlandschaft der Wüste ist unver-
mittelten, schweren Regengüssen und Überschwemmungen ausgesetzt, aber diese Verhältnisse sind zeitlich und
räumlich begrenzt und dazu unbeständig, so dass manche Gebiete jahrelang ohne Niederschlag bleiben. Günstigere
Bedingungen herrschen in dieser Hinsicht in den mittleren, den nördlichen und besonders den nordöstlichen
Landstrichen, wo vornehmlich der Nord- und der Nordostwind in guten Regenjahren das Jahresmittel auf ganze
660 Millimeter Niederschlag erhöht. Doch auch diese Daten können trügen. Von den regelmässigen Niederschlägen
im nördlichen Ovamboland abgesehen, sind die Niederschläge Namibias äusserst unzuverlässig. Dagegen können
einige der trockneren Landstriche mit einem einzigen Wolkenbruch das errechnete Jahresmittel verzeichnen oder
bei weitem überschreiten. Die Wechselwirkung zwischen dem empor wallenden, kalten Benguelastrom und dem
südatlantischen Hochdrucksystem bedingt das Klima des ariden, häufig kühlen und nebligen Küstenstreifens,
der im Jahresmittel nur 16° C verzeichnet, während im Binnenhochland das Jahresmittel zwischen 19° C und
22° C schwankt. Da es sich hier jedoch um Durchschnittstemperaturen handelt, sagen diese wenig über die
Witterungsverhältnisse aus, denen man zu einem bestimmten Zeitpunkt selbst ausgesetzt sein mag.
Während des oft aussergewöhnlich heissen Hochsommers steigt die Temperatur auf 40° C an. Im
Norden kann es noch heisser werden; doch in der erbarmungslosen Namib erlebt man sogar 50° C.

Wasser: Die einzigen Dauerflüsse Namibias, der Oranje, Kunene, Okavango, Zambezi und Chobe sind
gleichzeitig Grenzflüsse und daher zu Bewässerungszwecken von beschränkter Bedeutung. Andere bedeutende,
fliessende Gewässer, sind der Fischfluss, der Swakop und Kuiseb, die nach Westen fliessen, sowie die nach
Osten fliessenden Flüsse Omuramba, Omatako und Epukiro, doch da es sich bei diesen um episodische Flüsse
handelt, führen sie nur nach Niederschlägen und Überschwemmungen Wasser. Im unmittelbaren Umkreis der
Flussbette befinden sich aber starke unterirdische Gewässer.

Etosha Nationalpark
Namibia hat zahlreiche Nationalparks, der bekannteste dürfte der Etosha Nationalpark sein: Unter Experten gilt
er als das bedeutendste Naturschutzgebiet Afrikas. Tatsächlich entfaltet sich hier auf einer Gesamtfläche von
22 270 km² ein geradezu paradiesisches Leben. Am attraktivsten ist ein Besuch während der Trockenzeit von Mai
bis Oktober. Riesige Tierherden versammeln sich dann in der Morgen- und Abenddämmerung an den wenigen
Wasserlöchern und eröffnen dem faszinierten Besucher das eindrucksvolle Tierleben im afrikanischen Busch.
Der Etosha Nationalpark ist das ganze Jahr über geöffnet und bietet seinen Besuchern drei komfortable Camps:
Okaukuejo, Halali und Namutoni. Diese Camps werden jedoch zur Sicherheit der Gäste über Nacht geschlossen.

Namib - Die älteste Wüste der Erde
Die Namib erstreckt sich auf einer Länge von rund 2000 Kilometern und einer durchschnittlichen Breite von
160 Kilometern entlang der Küste des westafrikanischen Staates Namibia. In der Sprache der Khoikhoi, eines
Nomadenstammes im südlichen Afrika, bedeutet Namib "grosse Leere" oder "Barriere". Vor 55 Millionen
Jahren entstand ein 220 Meter tiefes Sandbett, die rote "Ur-Namib". Die heutige Ausdehnung entstand erst
vor etwa vier bis fünf Millionen Jahren. Obwohl die Namib direkt am Atlantik liegt, kommt es in der Wüste so
gut wie nie zu Niederschlägen. Die einzige Feuchtigkeitsquelle sind morgendliche Nebelschwaden, die sich bei
Tagestemperaturen von 50 Grad Celsius schnell verflüchtigen. Jahrzehntelange Trockenperioden sind in der
Namib keine Seltenheit. Der starke atlantische Seewind türmt zudem die höchsten Dünen der Welt auf, sie
werden bis zu 300 Meter hoch. Der nördliche Teil der Namib Küstenregion wird auch Skelettküste genannt.
Der unberechenbare Benguela Strom hat im Laufe der Zeit schon zahlreiche Schiffe und Wale an dieser
Küste stranden lassen. Schiffswracks und Knochen sind Zeugen dafür, dass Gestrandete in dieser
Umgebung keinerlei Chance auf ein Überleben hatten.

Namib Naukluft Park
Den absoluten Höhepunkt bietet die Region im Sossusvlei. Zwischen Swakopmund und Lüderitz liegt diese von
den höchsten Dünen der Welt umschlossene Lehmsenke. Das Gebiet ist ein einziges Märchen aus Sand, soweit
das Auge reicht. Die Farbschattierungen variieren von Blassgelb bis leuchtend Rot und Orange. Campingplätze gibt
es keine, da das Gebiet nur für Tagesbesucher geöffnet ist. Durch weite, offene Ebenen und durch die unwirtliche
Mondlandschaft am Swakop Fluss führt die Welwitschia Panoramastrasse, die ihren Namen von der Welwitschia
mirabilis erhalten hat, einer fossilen Pflanze, die mehrere hundert und auch tausend Jahre alt werden kann.
Nordwestlich von Maltahöhe, an der Strasse nach Swakopmund, liegt die Naukluft, die das gebirgige Plateau
sowie den Randbereich der Namib umfasst. Dieses Gebiet ist nur mit einem Geländewagen erreichbar, und es
bestehen keinerlei Übernachtungsmöglichkeiten. Im Namib Gebiet gibt es Campingplätze ab der Kuisebbrücke,
bei Mirabib, Homeb, Kriess-se-rus, am Vogelfederberg, der Blutkuppe, Groot Tinkas und Ganab.

Fish River Canyon
Der Fish River ist mit 650 Kilometern längster Fluss in Namibia. Er entspringt im östlichen Naukluft Gebirge und
mündet südwestlich von Ai-Ais in den Oranje. Der Canyon am Unterlauf des Fisch-Flusses gehört zu den eindrucks-
vollsten Naturschönheiten im südlichen Teil Namibias. Mit seiner Tiefe von bis zu 550 Metern gilt der Fish River
Canyon - nach dem Grand Canyon in Amerika - als zweitgrösster Canyon der Welt. Die Schlucht windet sich durch das
zerklüftete Koubis-Bergmassiv bis hinunter nach Ai-Ais. Der Canyon beginnt bei Seeheim und ist 161 Kilometer lang.
Der Fish River Canyon entstand vermutlich vor rund 500 Millionen Jahren während der Pluvialzeiten (das sind
regenreiche Klimaepochen). Die Schlucht entstand jedoch nicht allein durch Wassererosion, sondern durch Einbrechen
der Talsohle auf Grund von Bewegungen in der Erdkruste. Da der Fish River bereits in Hardap bei Mariental aufgestaut
ist, führt er meist nur geringe Wassermengen mit sich. Im Winter, während der trockenen Jahreszeit, sieht man oft
überhaupt kein Wasser bzw. nur einzelne Tümpel (Kolke). Nach Regengüssen im Sommer verwandelt er sich jedoch in
einen reissenden Strom. Der Canyon ist Teil eines staatlichen Naturschutzparks. Beim Restcamp Hobas befindet sich
das Parktor. Von hier aus fährt man noch 10 km bis zum Canyon Rand und hat von dort aus einen beeindruckenden
Blick auf den "Höllenbogen" (Hell's Bend).

Fish River Hiking Trail: Beliebt sind Wanderungen durch den Fischfluss Canyon. Sie erfordern allerdings gute
Fitness und sind nur in den kühleren Wintermonaten zwischen April bis September gestattet. Man muss sich lange
vorher in Windhoek anmelden und auch ein ärztliches Attest vorlegen. Nur Gruppenwanderungen mit mindestens
drei Teilnehmern sind erlaubt. Die Wanderung dauert 5 Tage, die Länge beträgt 86 Kilometer. Es wird ein Permit
benötigt, das, ebenso wie die Buchung, über Namibia Wildlife Resorts in Windhoek erfolgt. Die Wanderung durch
den Canyon darf und kann nur zwischen dem 15. April bis 15. September, also im Winter durchgeführt werden.
Im Sommer sind die Temperaturen in der Schlucht extrem, und selbst im Winter ist es heiss, mit Spitzen bis zu
40° C. Es gab in der Vergangenheit etliche Unfälle und auch Todesfälle, vor allem bedingt durch Hitzschlag und
Herzversagen. Die Rettungsmöglichkeiten sind sehr begrenzt, da keine Hubschrauber in unmittelbarer Nähe
stationiert sind und es im Canyon keinen Mobiltelefon Empfang gibt. Der Abstieg erfolgt bei Hiker's View,
ca. 3 km nördlich des Main Viewpoints und dauert ca. 1 Stunde. Es gibt nur einen "Notausstieg" in der
Nähe von "Palm Springs", den man normalerweise am dritten Tag erreicht. Er ist aber extrem steil - und
wenn man es nach oben schafft - steht man buchstäblich in der Wüste. Der Trail endet in Ai-Ais.

Ai-/Ais / Richtersveld Transfrontier Park
Der Fish River Canyon Park in Namibia und der Richtersveld National Park in Südafrika sind mittlerweile zu
einem grenzüberschreitenden Nationalpark zusammengelegt worden. Das Richtersveld ist eine Gebirgswüste,
die bisher nur wenig erschlossen ist. Beeindruckend ist vor allem im zeitigen Frühjahr die Landschaft mit
der einmaligen Pflanzenwelt. Trotz der nahen Diamantenfunde ist diese einzigartige Bergwüste - Heimat
von unzähligen Antilopenarten, Gnus, Gemsboeken, Löwen, Sukkulenten und endemischen Pflanzen -
glücklicherweise erhalten geblieben. Das karge Gebiet der Ebenen, Schluchten und Täler ist, eigentlich
erst auf den zweiten Blick, bezaubernd und bisher nur wenig für Touristen erschlossen, was dem sensiblen
Ökosystem aber zu gute kommt. Übernachten können Sie in zwei Camps und auf weiteren Campingplätzen.

Caprivi, der nordöstlichste Teil Namibias
Der Caprivi Zipfel oder Caprivi Strip ist ein schmaler Landstreifen im äussersten Nordosten Namibias,
rund 400 Kilometer lang. Das Deutsche Kaiserreich erwarb das Gebiet im Jahre 1890, zusammen mit
Helgoland, von den Briten, im Tausch gegen Sansibar. Benannt wurde es nach dem damaligen
deutschen Reichskanzler Graf von Caprivi, der den Vertrag mit den Engländern unterzeichnete.

Die einstmals schwierige und während der Regenzeit oft kaum befahrbare Wellblechpiste durch den Caprivi
bis zur Distrikthauptstadt Katima Mulilo im Osten wurde 2001 durch den geteerten Trans-Caprivi-Highway
(B8) ersetzt, so dass man auch die Victoria Fälle in Zimbabwe und Zambia sowie den Chobe Nationalpark
in Botswana, beides beliebte Reiseziele im Norden, heute problemlos erreichen kann.

Der Caprivi fällt in die tropische Klimazone (18. Breitengrad Süd) und verzeichnet während der Regenzeit
(Dezember bis März) hohe Niederschläge. Bei zugleich hohen Temperaturen herrscht dann oft eine schwülheisse
Witterung. Malaria Prophylaxe wird für den Caprivi empfohlen. Der Caprivi ist die wasserreichste Region in
Namibia. Grund dafür sind nicht nur die Niederschläge, sondern eine Reihe von mächtigen Flüssen: Okavango,
Chobe und Zambesi, die alle in Angola entspringen und eine riesige Region entwässern. Der Wasserreichtum im
Caprivi sorgt für einen grossen Wildbestand. Besonders zahlreich sind die Elefanten, wenngleich man sie in der
dichten Vegetation nicht immer zu Gesicht bekommt. In mehreren Reservaten (Bwabwata, Mudumu, Mamili)
wird das Wild geschützt. Es gibt jedoch keine Grenzzäune, so dass die Tiere relativ ungehindert in die Nachbar-
länder Botswana und Zambia ziehen können. Für Tierbeobachtung exzellent ist der im Süden angrenzende
Chobe Nationalpark in Botswana. Der Chobe (Cuando) Fluss ist ein 1500 Kilometer langer Fluss im südlichen
Afrika. Er ist ein rechter Nebenfluss des Sambesi. Der Cuando entspringt im Hochland von Bie in Angola.
Er fliesst innerhalb Angolas erst einige Kilometer in Richtung Süden, um dann die Grenze zu Sambia zu bilden.
Der Cuando durchfliesst den Caprivi-Zipfel bei Kongola. Am Südrand des Caprivi-Zipfels bildet er die
Grenze von Botswana und Namibia. In diesem Unterlaufsbereich heisst der Cuando - je nach der Sprache
der Einheimischen - Chobe (sprich: Tschobe) bzw. Linyanti und mündet als solcher direkt bei Kazungula
(Zambia), das genau im Vierländereck von Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe liegt, in den Sambesi.

Caprivi Game Parks: Der gesamte West-Caprivi ist heute ein Wildschutzgebiet. Im Jahre 2002 wurde der
ehemalige Mahango Game Park und der West-Caprivi Game Park zum Bwabwata National Park zusammengelegt.
Der Park erstreckt sich zwischen den Flüssen Kavango und Chobe (Kwando) mit einer Fläche von über 5.000 km².
In dem Gebiet leben schätzungsweise rund 8.000 Elefanten, ausserdem 1.000 Büffel, sowie viele Antilopenarten,
Hyänen, Löwen und Leoparden. Entlang der Flussläufe können Krokodile und Flusspferde sowie zahlreiche
Wasservögel beobachtet werden. Mit der Regierung von Botswana wurde vereinbart, die Grenzzäune zu
entfernen, so dass das Wild zwischen beiden Ländern frei verkehren kann. Den kleinen Kommunen in
dieser Region wurde die Viehhaltung verboten. Zum Ausgleich sollen die Menschen an den
Einnahmen aus dem Tourismus teilhaben, der allerdings nur zögerlich in Gang kommt.


Ohne wilde Tiere keine Touristen:

Chobe-Nationalpark, Victoria-Fälle, Okavango-Delta

Fünf-Staaten-Naturpark soll Afrikas Reiseziel Nummer eins werden

Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (Kaza TFCA)


Die Idee war, ein grenzübergreifendes Naturschutzgebiet zu schaffen, das sich über grosse Territorien der
afrikanischen Staaten Angola, Botsuana, Namibia, Sambia und Simbabwe erstreckt. Im Jahr 2006 unterzeichneten
die Staaten ein Memorandum zur Zusammenarbeit. Die formale Gründung des Parks wurde am 18. August 2011
durch die Staats- und Regierungschefs der Länder bestätigt, die offizielle Eröffnung erfolgte am 15. März 2012 in
Katima Mulilo (Namibia). Er umfasst eine Fläche von 444.000 km² und ist damit nach dem Nordost Grönland
Nationalpark das zweitgrösste Schutzgebiet der Erde. Es umfasst beispielsweise den Caprivizipfel in Namibia,
den Chobe Nationalpark und das Okavangodelta in Botswana, den Hwange Nationalpark in Simbabwe sowie die
Victoriafälle im Grenzgebiet zwischen Simbabwe und Sambia. Für den Tourismus ist vorgesehen, den Zugang mit
einem einzigen Visum und ohne Grenzkontrollen innerhalb des gesamten Gebiets zu ermöglichen. Da es sich um
ein grenzüberschreitendes Projekt handelt, wird es von der Peace Parks Foundation unterstützt und zählt zu
den Peace Parks.

Insbesondere soll den dort lebenden Elefanten die freie Bewegung in ihrem natürlichen Lebensraum ermöglicht
werden. Auf dieser riesigen Fläche sollen in den nächsten Jahren bis Jahrzehnten neue Hotels und Safari Lodges
gebaut werden. Arbeitsplätze für die Einheimischen sollen so entstehen. Nicht nur ausländische Investoren werden
daran verdienen, sondern auch die Menschen in den Gemeinden. So jedenfalls erhoffen es sich die Unterstützer
des Projektes, zu denen zahlreiche Nichtregierungsorganisationen zählen, darunter der WWF Deutschland. Auch
die Bundesregierung fördert das Projekt. 20 Millionen € hat die KfW Entwicklungsbank zur Anstossfinanzierung
bereitgestellt. Tatsächlich hat die Region viel für Reisende zu bieten. Die Victoria-Fälle sind bereits heute eine
gut besuchte Attraktion. Das demokratische Namibia gilt als sicheres Reiseland, viele Veranstalter bieten
Rundreisen und Safaris an. Auch wenn die Infrastruktur in Botsuana noch nicht ganz so weit ist und die
Landbevölkerung in Armut lebt, sind die Voraussetzungen für den Ausbau des Tourismus dort ebenfalls gut.
Das Land lockt mit seinem elefantenreichen Chobe Nationalpark und anderen Wildparks und wirbt mit dem
einzigartigen und artenreichen Okavango Delta als Reiseziel.

Mythos Flusspferde
Familie = Flusspferde (Hippopotamidae) - Gattung = Hippopotamus
Flusspferd = Säugetier - Ordnung = Paarhufer - Nahrung = Pflanzenfresser

Das Flusspferd zählt nach den Elefanten zu den schwersten Land-Säugetieren.

Die Familie der Flusspferde ist sehr artenarm und besteht nur aus 2 Arten, die jeweils eine eigene Gattung
füllen; das Flusspferd (Grossflusspferd) und das Zwergflusspferd. Beide Arten unterscheiden sich deutlich
in der äusseren Erscheinung und Grösse.

Flusspferde leben amphibisch und verbringen den grössten Teil ihres Lebens im Wasser. Zum einen, um nicht zu
überhitzen (ungünstiges Masse - Oberflächen Verhältnis), und um nicht den ganzen Tag ihre schwere Last tragen
zu müssen.

Körperbau: Die Körperlänge kann bis zu 4,50 Meter und die Schulterhöhe ca. 1,70 Meter betragen, wobei es ein
Gewicht von über 3 Tonnen erreichen kann (Durchschnitt: 2 Tonnen). Der kleine Schwanz wirkt mit ca. 30 cm sehr
kurz. Trotz des Gewichtes sind Flusspferde sehr wendig und schnell (40 km / h und manchmal noch mehr), ein
laufender Mensch wird von ihnen leicht überholt. Sie sind in der Lage, sehr laute Töne, vor allem Schnaufgeräusche,
von sich zu geben und sind über Kilometer weit zu hören. 100 Dezibel werden von einem Bullen leicht übertroffen.

Ernährung und Verhalten: Flusspferde sind am Tag und in der Nacht aktiv. Tagsüber verschlafen sie viele Stunden
oder dösen im Wasser, wobei nur Ohren, Augen und Nasenlöcher über die Oberfläche ragen. Beim Schlafen sinken
sie auf den Grund und tauchen zum Atmen regelmässig automatisch an die Oberfläche auf. Zum Grasen kommen
sie in der Regel nachts aus dem Wasser, da sie sich im Dunkeln sicherer fühlen. Sie ernähren sich vor allem
von Gras, Wasserpflanzen werden verschmäht. Ca. 150 kg verspeisen sie jeden Tag; durch ihren mehrteiligen
Magen können sie auch schwerverdauliche Gräser erschliessen. In der Regel äsen sie auf nahe liegenden
Weiden, sind diese abgegrast, wandern sie jede Nacht einige Kilometer, um frische Weiden zu erreichen.
Und sie besuchen immer mal bewohnte Gebiete und hinterlassen starke Verwüstungen, so in Gärten.

Die schweren Säuger sehen harmlos aus, doch sie sind es nicht. Sie können im Gegenteil sehr gefährlich werden.
Jedes Jahr werden im südlichen Afrika mehr Menschen von Flusspferden getötet als von allen anderen Tieren zu-
sammen. Wenn sich die Tiere bedroht fühlen und angreifen, ist es nahezu unmöglich, ihnen davon zu rennen, denn
sie erreichen mit Leichtigkeit Laufgeschwindigkeiten von 40 km/h. Man sollte darum stets respektvollen Abstand
zu ihnen halten, wenn sie sich abends bzw. nachts im Camp aufhalten. Gehen Sie nicht auf die Tiere zu. Achten
Sie darauf, nicht zwischen die Tiere zu geraten und ihnen auch nicht den Fluchtweg zum Wasser abzuschneiden.

Freunde und Feinde: Erwachsene Flusspferde haben so gut wie keine natürlichen Feinde. Sie sind so gross und
kräftig, dass sie sogar einen Kampf mit Krokodilen nicht scheuen. Jungtiere werden manchmal Opfer von
Krokodilen oder Raubtieren wie Löwen, Leoparden oder Hyänen. Die Weibchen verteidigen ihre
Jungtiere aber meist sehr aggressiv.


Tipp: Man kann den Besuch des südlichen Namibia wunderbar kombinieren mit einem Besuch
Südafrikas. Dafür sollte man dann gut zwei Wochen einplanen. Dabei würde man u. a. die
Namib Wüste, Keetmanshoop, Luederitz, Ai-Ais Richtersveld Transfrontier National Park
am Fish River Canyon, Springbok Augrabies Nationalpark und Kgalagadi Transfrontier
Park
Kennenlernen.


Ein Besuch Namibias sollte ob seiner Groesse nicht nur gut geplant sein, sondern auch
rechtzeitig. Dann sind der Flug und auch der Mietwagen zu akzeptablen Preisen zu bekommen.

Namibia Kennenlernen mit einem Experten

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